Naomi Maria Stefanelli
Masterstudentin Angewandte Psychologie ZHAW
Familienarbeiterin
Was mich antreibt, ist die ständige Frage, was Menschen bewegt – in ihren Beziehungen, in ihren Entscheidungen, in ihrem inneren Erleben. Schon früh interessierte mich nicht nur das Wie, sondern auch das Warum. Diese Fragen begleiten mich seit meinem Einstieg ins Berufsleben, der mich über eine kaufmännische Ausbildung bei der öffentlichen Verwaltung Graubündens in unterschiedliche gesellschaftliche, administrative und zwischenmenschliche Kontexte geführt hat. Parallel dazu durfte ich während fünf Jahren beim Radio Südostschweiz eine Jugendsendung und später ein italienischsprachiges Format moderieren – ein Spannungsfeld zwischen Struktur und Ausdruck, dass meinen Blick für Kommunikation, Haltung und Resonanz geschärft hat.
Direkt nach der Lehre zog es mich hinaus in die Welt – nach Rom als Animatorin in einem Kindermuseum, nach London als Au-Pair und später wieder zurück in die Bündner Berge, wo ich zwei Jahre lang im Hotel Seehof in Valbella an der Rezeption arbeitete. Orte, Begegnungen und Rollen, die mir immer wieder gezeigt haben, wie wertvoll und wandelbar Beziehung ist – besonders dann, wenn sie mit Präsenz und Offenheit gestaltet wird.
In Zürich fand ich dann vor fünf Jahren im Psychologiestudium an der ZHAW jenes theoretische und methodische Fundament, das viele meiner inneren Fragen nicht nur aufgriff, sondern vertiefte. Seither konnte ich mein Wissen in unterschiedlichen Praxisfeldern anwenden und erweitern – unter anderem in der Kinder- und Jugendgesundheit im Kanton Zug, im begleiteten Besuchstreff in Winterthur sowie als Assistenzpsychologin im Rekrutierungszentrum Mels. Dabei hat sich mein Blick für Familiendynamiken, systemische Zusammenhänge und die Bedeutung sicherer Beziehungsräume zunehmend geschärft.
Auch jenseits meines beruflichen Weges verstehe ich mich als lernenden Menschen – durch das Reisen in unterschiedliche Kulturen und Lebenswelten, von europäischen Städten über Südamerika, die USA, Israel bis nach Indien; durch die Fotografie als Form der Wahrnehmung, durch Gespräche, Stille, Fragen – und das fortwährende Philosophieren über das, was uns als Menschen verbindet, bewegt und ausmacht.
Ich arbeite gerne dort, wo Komplexität nicht vereinfacht, sondern verstanden werden will – wo man zuhört, mitdenkt, übersetzt, und Räume schafft, in denen Entwicklung möglich wird. Für mich beginnt Veränderung nicht im Aussen, sondern im Innen: in der Qualität von Beziehung, im Mitdenken von Herkunft, Identität und individuellen Lebensrealitäten. Ich freue mich, Kinder, Jugendliche und Familien in ihrer Einzigartigkeit zu begleiten – mit psychologischem Feingefühl, Präsenz und einem echten Interesse an dem, was sich entfalten möchte.
Sprachen:
Deutsch, Schweizerdeutsch, Italienisch, Englisch
